Gemeinderat Heilbronn stellt die Weichen für die Umsetzung des Klimaanpassungskonzepts der Stadt: „Raumstrukturelles Klimaanpassungskonzept mit Fokus Innenstadt“

Nach Beschluss des „Klimaschutzteilkonzepts zur Anpassung an den Klimawandel“ Ende 2021 hat der Gemeinderat Heilbronn am 2.Juni 2025 endlich den Weg zu dessen Umsetzung freigemacht und folgendes beschlossen (DS 035/25):
„1. Der Gemeinderat nimmt den vorliegenden Abschlussbericht des Raumstrukturellen Klimaanpassungskonzepts und die daraus abgeleiteten Projekte zur Kenntnis.
2. Die Verwaltung wird beauftragt, die Ergebnisse des Raumstrukturellen Klimaanpassungskonzepts bei den weiteren Prozessen der Stadtentwicklung zugrunde zu legen. Sofern für die Umsetzung Ressourcen erforderlich werden, die nicht im Haushalt 2025/2026 und den zukünftigen Haushalten eingeplant sind, erfolgt eine Entscheidung über diese Maßnahmen über Einzeldrucksachen.“

Die Planung verortet die verbal gelisteten Maßnahmen des zur Umsetzung beschlossenen „Klimaschutzteilkonzept zur Anpassung an den Klimawandel“, 2021 in Karten. Die raumstrukturelle Planung fokussiert sich auf den planerischen „Innenbereich“, also die Siedlungs- und Verkehrsflächen Heilbronns, in denen die Menschen vorrangig wohnen, arbeiten und leben.

Mehr dazu im Beschluss des GR (034/2025) vom 2.6.25,
im raumstrukturellen (Umsetzungs-)Konzept des Stadtplanungsbüro berchtoldkrass space & options, Karlsruhe
und im Anpassungskonzept mit Analysen und Maßnahmen von 2021.

Kommunale Wärmeplanung in Heilbronn – Wie geht es weiter?

Abschluss des Themenschwerpunktes „Wärmewende konkret“ im Klima- & Energiedialog Heilbronn am 21.Mai im Technischen Rathaus Heilbronn

Aus erster Hand berichteten Frau Dr. Bettina Schmalzbauer (Stadt Heilbronn, Stabsstelle Klimaschutz) über die kommunale Wärmeplanung Heilbronn im Überblick und anschließend Herr Stefan Bärwald und Thomas Grün (Wärmegesellschaft Heilbronn) über den aktuellen Planungstand, die Perspektiven und Maßnahmen für eine kommunale und klimaneutrale Wärmeversorgung.

Welches waren die Kernaussagen?
Frau Dr. Bettina Schmalzbauer verwies zunächst auf die immensen Schäden durch Extremwetten in den letzten 30 Jahren (4200Mrd.USD) und die geografische Betroffenheit von Klimawandel, Erhitzung und Extremwettern: Unter den ersten 10 Länden liegen fünf in Europa: Italien, Spanien, Griechenland, Portugal und Bulgarien !
Das deutsche Klimaschutzziel 2030 – die Senkung der CO2-Emissionen nach -48% in 2024 auf ca. -35% – ist ehrgeizig! Zu hoch sind noch die Emissionen vor allem im Wärme-, Gebäude- und Verkehrssektor! Heilbronn leistet mit seinem Klimaschutzprozess aus Klimaschutzkonzept, Wärmeplan, Klimaanpassungsplan usw. seinen Reduktionsbeitrag – von der thematisch strukturierten Stabstelle Klimaschutz geführt.
Dabei ist die Umsetzung des Wärmeplans Heilbronn von strategischer Bedeutung – weg von der Dominanz fossiler Wärmequellen (Heilbronn ca.95%, s. KWP, Kap 5.7) – hin zu erneuerbar versorgten effizienten Wärmenetzen (im Innenbereich ca. 6000 Gebäude) und ca. 15.000 Wärmepumpen (im Außenbereich). Ein ehrgeiziges Ziel bis 2035.

Ausgehend von der bzgl. Energiewende zurückgebliebenen Gebäude- & Wärmsituation in der Stadt – erläuterten dann Herr Stefan Bärwald und Thomas Grün das ehrgeizige Ziel der Treibhausgasneutralität bis 2035. Für einen Wärmenetzausbau sind 12 Eignungsgebiete in der Stadt im Fokus. Von vorhandenen Wärmenetzen ausgehend (z.B. Innenstadt, Südbahnhof) ausgehend oder im Rahmen von Neubaumaßnahmen (z.B. Längelter, Böllinger Höfe/IPAI) sollen diese in 2 Zeitschritten parallel angepackt und erweitert werden. Damit leistet der Netzausbau einen essenziellen Beitrag zur Dekarbonisierung der Wärmeversorgung. Der individuelle Netzanschluss ist dabei lt. Bundesförderung für effiziente Gebäude (BG) förderfähig.

Hier finden Sie beide Fachvortäge zum Download und Weiterreichen:
Wärmewende in Heilbronn
Perspektiven und Maßnahmen für eine kommunale und klimaneutrale Wärmeversorgung

Herr Buchta zeigt dem Arbeitskreis Wohnen das Wohngebiet Hochgelegen auf dem Nonnenbuckel

Herr Buchta, der Geschäftsführer der Stadtsiedlung Heilbronn, zeigte Interessierten des Arbeitskreises Wohnen der Lokalen Agenda das neue Wohngebet Hochgelegen am Nonnenbuckel unterhalb des SLK-Klinikums. Mit einer Quote von 50 % an geförderten Wohnungen errichtet die Stadtsiedlung als Hauptinverstor ein neues Wohnareal, das einmal 700 Wohnungen bieten wird. Weitere Bauherren sind das Siedlungswerk sowie das Deutsche Rote Kreuz. Zusammen mit den Plätzen in den Wohnheimen des Klinikums werden nach Fertigstellung 2028 über 1300 Menschen dort leben.

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Höhepunkt des „Klima- & Energiedialog Heilbronn – Wärmewende konkret“  

am Mittwoch, den 21.Mai, 18.30 Uhr, im Technischen Rathaus, Cäcilienstraße 49!

Als Abschluss des Themenschwerpunktes „Wärmewende konkret“ lädt das Trägerteam aus zehn Heilbronner Organisationen zum nächsten Dialog herzlich ein am Mittwoch, den 21.Mai um 18.30 Uhr in den Saal des Technischen Rathauses, Cäcilienstraße 49 zum Thema „Kommunale Wärmeplanung – wie geht’s weiter“.

Zunächst führt Frau Dr. Bettina Schmalzbauer (Stadt Heilbronn, Stabsstelle Klimaschutz) in die komplexe Materie ein und gibt einen Überblick über die kommunale Wärmeplanung Heilbronn.
Anschließend erläutert Herr Stefan Bärwald (Geschäftsführer der Wärmegesellschaft Heilbronn) den aktuellen Planungstand, die Perspektiven und Maßnahmen für eine kommunale und klimaneutrale Wärmeversorgung.
Die Moderation übernehmen Frau Jeannine Weinbrenner von der Energieagentur Heilbronn und Herr Jonathan Wein von der Klimaschutz-Agentur Makeit des Landkreises.
Bei einer anschließenden Diskussion und im gemeinsamen Ausklang findet sich ausreichend Gelegenheit zum Dialog miteinander sowie mit den Experten. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung nicht erforderlich.

Hier finden Sie die komplette Einladung , das Poster zur Veranstaltung und den Verweis auf die vorigen Veranstaltungen der Dialogreihe.

JA – Nahwärmegenossenschaften sind ein Bürgermodell auch für Heilbronn!

Zum herausfordernden Zukunftsthema „Nahwärmegenossenschaften – ein Bürgermodell für Heilbronn?“ lud das Trägerteam aus zehn Heilbronner Organisationen zum nächsten Klimas- & Energiedialog am Mittwoch, den 09.April in die vhs Heilbronn ein.

Nach einer kurzen Einführung „Was will der Klima- & Energiedialog Heilbronn?“ fasste dann Frau Dr. Bettina Schmalzbauer (Stadt Heilbronn, Stabsstelle Klimaschutz) als Gesprächsgrundlage die Zielstellung des Masterplans Klimaschutz sowie die im Heilbronner Wärmeplan 2023 dokumentierte Ausgangslage der Fern- und Nahwärmenetze der Stadt und deren Erweiterungspotenziale kurz zusammen. Diese potenziellen „Wärmenetz-Eignungsgebiete“ werden grad von der Wärmegesellschaft Heilbronn auf ihre Umsetzbarkeit geprüft.

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Nahwärmegenossenschaften – ein Bürgermodell für Heilbronn?

Der „Klima- & Energiedialog Heilbronn – Wärmewende konkret“ geht weiter – am Mittwoch, den 9.April, 18.30 Uhr, in der vhs Heilbronn (Deutschhof).

Zum herausfordernden Zukunftsthema „Nahwärmegenossenschaften – ein Bürgermodell für Heilbronn?“ lädt das Trägerteam aus zehn Heilbronner Organisationen zum nächsten Dialog herzlich ein am Mittwoch, den 09.April um 18.30 Uhr in die vhs Heilbronn, im Deutschhof, Raum 401.

Es spricht Lukas Winkler vom Baden-Württembergischen Genossenschaftsverband über die Idee und   resultierende Herausforderungen, Lösungen und Erfahrungen zum Thema „Genossenschaftliche Quartierswärmenetze – eine Chance für die Wärmewende?“.
Anschließend erfahren wir in einem Praxisbericht mehr über Nahwärmegenossenschaften  von Florian Oeß von der Bürgerenergiegenossenschaft Kraichgau.

Die Moderation übernehmen Frau Dr. Bettina Schmalzbauer (Stadt Heilbronn, Stabsstelle Klimaschutz) und Herr Lukas Bühler (Vorstand, EnerGeno Heilbronn-Franken eG).
Bei einer anschließenden Diskussion und im gemeinsamen Ausklang findet sich ausreichend Gelegenheit zum Dialog miteinander sowie mit den Experten. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung nicht erforderlich.

Die Reihe möchte die beschlossenen Klimaziele der Stadt Heilbronn aktiv unterstützen und thematisiert seit 2023 die hierfür nötigen zukünftigen Innovationen der Wärmeversorgung. Dazu informieren Fachexperten konkret und es werden der gegenseitige Dialog und die Vernetzung gesellschaftlicher Gruppen gefördert. Der Klima- und Energiedialog richtet sich an Handwerk, Industrie und Gewerbe, gesellschaftliche Institutionen, Akteure der Kommunalpolitik, Bürgerinnen und Bürger.

Das volle Programm im ersten Halbjahr 2025 und eine Übersicht der Höhepunkte 2024 (incl. Download der Vorträge) findet sich unter  https://www.agenda21-hn.
Berichte der letzten beiden Veranstaltungen incl. der Vorträge zum Download finden sie hier:
„Klima- & Energiedialog Heilbronn 2025 – Wärmewende konkret“ erfolgreich am 16.1.25 gestartet
Wärmewende Heilbronn – Was sind konkrete Herausforderungen und Lösungen? Wie verändert sich das Handwerk?

Wärmewende Heilbronn – Was sind konkrete Herausforderungen und Lösungen? Wie verändert sich das Handwerk?

Zu diesem sehr praktischen Zukunftsthema lud das Trägerteam aus zehn Heilbronner Organisationen zum Dialog ein am Dienstag, den 11.März in die Handwerkskammer Heilbronn-Franken.

Stefan Heinrich, erfahrener Heizungsbauer aus Heilbronn, berichtete zunächst über „Wärme im Einfamilienhaus – Dämmung und Heizung“. Ausgehend von der Tatsache, dass noch immer weit über 70% der Heizungen in Deutschland auf fossiler Basis laufen (rechts), fasste er zusammen:

  • die gesetzlichen Rahmenbedingungen (Austauschpflicht und Ausnahmen nach §72 GEG),
  • die vielfältigen technischen Möglichkeiten für eine Dekarbonisierung im Heizungsbereich
  • wo die Wärmeverluste im Gebäude sitzen (links)
  • wie die Wirkung einer energetischen Dämmung dann ist
  • die umfangreichen Fördermöglichkeiten für energieeffiziente Gebäude.

Hier der komplette Vortrag zum Download, Nachlesen und Weiterreichen!

Anschließend sprach Tobias Haack, Elektroinstallateur aus Heilbronn, über „Photovoltaik, Speicher und E-Mobilität im Verbund“. Er stellte die 4 typischen Fehler bei der Umsetzung erneuerbarer Energie am EFH vor (rechts) und leitete drei praktische Kernaussagen für den Eigentümer ab:

  1. sofortige Heizkostenersparnis durch Gebäudesanierung (50-80%) möglich
  2. staatliche Förderung Wärmepumpe bis 70%
  3. Wertzuwachs eines energetisch sanierten Objektes.

Er erläuterte eine ganze Reihe technischer Details für das Ziel, die Strom und Heizkosten im EFH maximal zu senken. Er betonte die Bedeutung einer systematischen Vorab-Beratung, der Abstimmung der Gewerke und Geräte sowie auch der Beachtung der laufenden jahrelangen Kosten.

Hier der komplette Vortrag zum Download, Nachlesen und Weiterreichen!

Bei einer anschließenden Diskussion wurden steuerliche Fragen, Mieterstrommodelle und technische Details besprochen.
Hier das Programm des 1.HJ 2025 zum Download und Weitersagen!

„Klima- & Energiedialog Heilbronn 2025 – Wärmewende konkret“ erfolgreich am 16.1.25 gestartet

Eine Großwärmepumpe für unser kommunales Wärmenetz? Worum geht es?

Um dieses Zukunftsthema ging es am 16.Januar um 18 Uhr im Heinrich-Fries-Haus

Nach kurzer Einführung zur komplexen Heilbronner Ausgangslage bzgl. Wärmenetze erläuterte Axel Oliva (Fraunhofer ISE, Energieforschungsprojekt Reallabor-Großwärmepumpe) die „Großwärmepumpen für kommunale Wärmenetze – Ausgangslage, Herausforderung,  Aktivitäten und Lösungen“.
Christian Löffler (Profitcenter Fernwärme, Umweltdienstleistung, Nahwärmenetz ENBW) erläutert danach ein relevantes Praxisbeispiel, die „Großwärmepumpe Stuttgart-Münster – Ziel, Lösungen, aktuelle Erfahrungen und Ausblicke“.
In der anschließenden Fishbowl-Diskussion und einem persönlichen Gesprächsausklang wurden viele Fragen zum Unterschied von Gebäude- und Großwärmepumpen gestellt.

Hier finden Sie unseren Downloadservice:

Hier das komplette Programm im 1.JHJ 2025 zum Download und Weitersagen!

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Die gemeinsame Veranstaltungsreihe „Mehr wissen. tun. erreichen.“ von vhs und LA21HN ist für das Wintersemerster angelaufen

Hier die Übersicht über die Veranstaltungsreihe

  • 14.11.24 , 19 Uhr, Deutschhof, „Klimaschutz ist Menschenrecht – die Schweizer KlimaSeniorinnen berichten“ mit Rosmarie Wydler-Wälti und Oda Müller, vhs-Kurs112A132,
  • 3.12.24, 19 Uhr, Deutschhof, „Das Ende des Wachstums – Anders wirtschaften ist möglich“ mit Ellen Keifer, Roland Arnold, vhs-Kurs W102A141
  • 14.1.25, 19 Uhr, Deutschhof“Aktuelle Herausforderungen im Weinbau“ mit Daniel Drautz, vhs-Kurs W101A152
  • 30.1.25, 19 Uhr, Deutschhof & Hybrid, „Demokratie und Revolution – Wege aus der selbstverschuldeten ökologischen Unmündigkeit“ mit Prof.Hedwig Richter, vhs-Kurs W101A154H
  • 5.2.25, 19 Uhr, Deutschhof „Wege aus dem Klimalabyrinth“ mit Ralf Roschlau, vhs-Kurs W112A161.

Hier der komplette Flyer zum Download.

Klimaresiliente Siedlungsentwicklung – eine kritische Bestandsaufnahme

Warum führt die Ausweisung neuer Siedlungs- oder Gewerbegebiete Städte und Dörfer direkt in tiefrote Zahlen?
Wieso braucht es bei Bürgermeistern und Gemeinderäten dringend ein Umdenken im Hinblick auf den Flächenverbrauch?
Welche Herausforderungen bringt der Klimawandel für die Planung und das Leben in den Kommunen mit sich?

Dies alles waren Fragestellungen beim Vortragsabend des BUND Regionalverbandes Heilbronn-Franken am 28. Oktober in Heilbronn. Schockierend war die Feststellung von Prof. Jörn Birkmann, Experte für Raum- und Stadtplanung, wie wenig vorbereitet die Kommunen auf Starkregen und Hochwasserereignisse gewesen wären, und wie leichtfertig selbst die Planung kritischer Infrastruktur wie insbesondere Behinderten- und Altenheime, Industrieanlagen, Schulen und Krankenhäusern mitten hinein in von Überschwemmungen bedrohten Areale über Jahrzehnte hinweg stattgefunden hat! „Katastrophen mit Ansage“ seien unvermeidbare Folgen, die mit ihren Milliardenschäden in den betroffenen Gemeinden noch auf Jahrzehnte hinaus nachwirken werden. 
Penibel analysierte dann Dr. Thilo Sekol das System der kommunalen Haushaltsplanung mit seinem komplizierten Geflecht aus Steuereinnahmen, Schlüsselzuweisungen, Ausgleichszahlungen und Folgekosten. „Wenn man dies alles zusammenzählt und über die Jahre rechnet – was leider bei der Aufstellung von einzelnen Haushaltsplänen nie der Fall ist – dann wird schnell klar, dass die Ausweisung neuer Baugebiete für die Gemeinde am Ende ein Minusgeschäft bedeutet.“ 
Mehr dazu in seiner Präsentation.