Abschluss des Themenschwerpunktes „Wärmewende konkret“ im Klima- & Energiedialog Heilbronn am 21.Mai im Technischen Rathaus Heilbronn
Aus erster Hand berichteten Frau Dr. Bettina Schmalzbauer (Stadt Heilbronn, Stabsstelle Klimaschutz) über die kommunale Wärmeplanung Heilbronn im Überblick und anschließend Herr Stefan Bärwald und Thomas Grün (Wärmegesellschaft Heilbronn) über den aktuellen Planungstand, die Perspektiven und Maßnahmen für eine kommunale und klimaneutrale Wärmeversorgung.
Welches waren die Kernaussagen?
Frau Dr. Bettina Schmalzbauer verwies zunächst auf die immensen Schäden durch Extremwetten in den letzten 30 Jahren (4200Mrd.USD) und die geografische Betroffenheit von Klimawandel, Erhitzung und Extremwettern: Unter den ersten 10 Länden liegen fünf in Europa: Italien, Spanien, Griechenland, Portugal und Bulgarien !
Das deutsche Klimaschutzziel 2030 – die Senkung der CO2-Emissionen nach -48% in 2024 auf ca. -35% – ist ehrgeizig! Zu hoch sind noch die Emissionen vor allem im Wärme-, Gebäude- und Verkehrssektor! Heilbronn leistet mit seinem Klimaschutzprozess aus Klimaschutzkonzept, Wärmeplan, Klimaanpassungsplan usw. seinen Reduktionsbeitrag – von der thematisch strukturierten Stabstelle Klimaschutz geführt.
Dabei ist die Umsetzung des Wärmeplans Heilbronn von strategischer Bedeutung – weg von der Dominanz fossiler Wärmequellen (Heilbronn ca.95%, s. KWP, Kap 5.7) – hin zu erneuerbar versorgten effizienten Wärmenetzen (im Innenbereich ca. 6000 Gebäude) und ca. 15.000 Wärmepumpen (im Außenbereich). Ein ehrgeiziges Ziel bis 2035.
Ausgehend von der bzgl. Energiewende zurückgebliebenen Gebäude- & Wärmsituation in der Stadt – erläuterten dann Herr Stefan Bärwald und Thomas Grün das ehrgeizige Ziel der Treibhausgasneutralität bis 2035. Für einen Wärmenetzausbau sind 12 Eignungsgebiete in der Stadt im Fokus. Von vorhandenen Wärmenetzen ausgehend (z.B. Innenstadt, Südbahnhof) ausgehend oder im Rahmen von Neubaumaßnahmen (z.B. Längelter, Böllinger Höfe/IPAI) sollen diese in 2 Zeitschritten parallel angepackt und erweitert werden. Damit leistet der Netzausbau einen essenziellen Beitrag zur Dekarbonisierung der Wärmeversorgung. Der individuelle Netzanschluss ist dabei lt. Bundesförderung für effiziente Gebäude (BG) förderfähig.
Hier finden Sie beide Fachvortäge zum Download und Weiterreichen:
Wärmewende in Heilbronn
Perspektiven und Maßnahmen für eine kommunale und klimaneutrale Wärmeversorgung