Ein erschütternder Brief von Ellen Dietrich, Vorsitzende des „Haus der Hoffnung – Hilfe für Nepal e.V.“

Erhalten am 30.8.26. Ich bitte um Beachtung und Unterstützung Thomas Bergunde / Sprecher LA21HN

„Liebe Nepalfreundinnen und Nepalfreunde,
aus den Medien wissen Sie bereits, dass am Mittwoch, 26. August 2026 Nepal eine nie zuvor gesehene Sturzflut traf, die an der gleichen Stelle wie letztes Jahr auftrat. Nur war sie dieses Jahr viel heftiger. Brücken, Straßen, Wasserkraftwerke, Häuser und Menschen wurden von den Wassermassen weggerissen und unter ihnen begraben. Nach der Katastrophe vom Vorjahr waren Warnsysteme aufgestellt worden, damit sich die dort lebenden Menschen künftig bei solchen Fluten in Sicherheit bringen können. Doch bevor die Warnsysteme ihre Warnung aussenden konnten, wurden sie von den übermächtigen Fluten weggeschwemmt. Die Bilder und Videos sind erschütternd. 
Nicht nur Einheimische, sondern auch viele Touristen und Pilger wurden in ihren Bussen/Jeeps oder in den Raststätten und Hotels von den Fluten überrascht und überrollt. Für die Einen war der heilige Berg Kailash in Tibet das Ziel, zu dem man den Grenzübergang Rasuwa Gadhi passieren muss. Dieser war auch der Ausgangsort des Geschehens. Andere wiederum wollten zu dem ganz in der Nähe auf 3800 m liegenden See Gosainkund, um dort Ende August das Hindu-Fest Rakshya Bandan zu feiern. 

Rasuwa Gadhi liegt genau nördlich von Kathmandu, wobei es vielleicht 65 km Luftlinie und ca. 130 km auf dem Straßennetz sind. Dies bedeutet, dass unser Kinderheim, das sich in Kathmandu befindet, nicht von der Flutwelle betroffen wurde. Glücklicherweise blieben auch alle Angehörigen unserer Kinder verschont, die in Dörfern entlang der Unglücksroute wohnen. 
Die nepalesische Regierung übernimmt die gesamten Rettungs- und Bergungsarbeiten, die nur mit Helikoptern möglich sind. Sie hat den „Prime Minister’s Disaster Relief Fund“ eingerichtet, für den Einheimische und Ausländer spenden können. Zusätzlich ergreifen viele Nepali die Initiative und bringen Kochutensilien, Nahrungsmittel, Decken etc. zu betroffenen Dorfbewohnern. 

Auch unser Verein will und wird helfen. Unser Leiter Rajesh hat der Regierung bereits mitgeteilt, dass wir in unserem Kinderheim Plätze für verwaiste Kinder zur Verfügung stellen. 
Wir wollen – wie nach dem Erdbeben in Jajarkot im November 2023 – wieder eigene Projekte machen, weil damit der größte Teil Ihrer Spende bei den Betroffenen ankommt. Unser Personal und unsere Jugendlichen helfen in ihrer Freizeit wieder gerne unentgeltlich mit.  
Dabei wollen wir wieder eng mit den auf lokaler Ebene Verantwortlichen zusammenarbeiten, damit die Hilfsgüter so gerecht und gleichmäßig wie möglich verteilt werden. 
Zusammen mit den Hausleitern Raja und Laxman hat Rajesh bereits am Samstagnachmittag Kontakt mit den zuständigen Behörden aufgenommen, die diese Idee sehr begrüßten. Es geht um erste Hilfsmaßnahmen für Überlebende in den Distrikten Rasuwa, Nuwakot und Dhading, wo zunächst Zelte, Planen und Decken, Kochutensilien, Grundnahrungsmittel und sauberes Wasser sowie Hygieneartikel gebraucht werden. Wir werden mit Nuwakot und Dhading anfangen, weil Rasuwa noch nicht zugänglich ist. 

Ab sofort können Sie auf unser Spendenkonto  IBAN: DE44 6145 0050 1000 0511 51, BIC: OASPDE6A bei der Kreissparkasse Ostalb mit dem Vermerk „Flut“ spenden. 

Sofern Sie zum ersten Mal spenden, vergessen Sie Ihre Adresse nicht. Ihre Spendenbescheinigung erhalten Sie im Januar/Februar 2027. 

Mit freundlichen Grüßen
Haus der Hoffnung – Hilfe für Nepal e.V.
Ellen Dietrich
Vorsitzende“