Sanieren statt abreißen …

… mit dieser Intention lud der Arbeitskreis Wohnen der Lokalen Agenda 21 Heilbronn am 18. April 2024 ins Quartierszentrum Nordstadt zur Diskussion über das Käferflugquartier ein.

Mit fachlich anspruchsvoller, computerunterstützter Präsentation zeigte Architektin Judith Ottich als Vertreterin der Architektenkammer Baden-Württemberg „Neue Perspektiven für das ‚Käferflug‘-Areal“ auf. Gemeint ist damit das kleine noch erhaltene Quartier zwischen Rauchstraße und Münzingstraße. Dieses – und umliegende Grundstücke – hatte die Stadt Heilbronn in der Zeit zwischen 1884 bis 1916 der Vorgängerorganisation der Stadtsiedlung zu günstigen Preisen überlassen. Ziel war, kleine, bezahlbare Wohnungen zu errichten.

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Auftaktveranstaltung „Demokratie leben in Heilbronn“

Die Auftaktveranstaltung für das Projekt hat am 10. November stattgefunden. Es ermöglicht Förderungen im Bereich Basis-Demokratie, Anti-Rassismus, Soziales, aus dem Fond „Demokratie leben“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Die Höhe der Förderungen für 2024 ist 50T€ für allgemeine Projekte und 10T€ separat für Jugendprojekte. Ein Beirat für die Vergabe der Fördermittel wird im Januar konstituiert.

Dazu gibt es einen Erläuterungsbericht der Heilbronner Stimme.  

Gegen Antisemitismus, Rassismus, Hass, Gewalt, Terror und Krieg

Der Gemeinderat Heilbronn beschließt am 23.November 2024 eine entsprechende Resolution. Hier im Wortlaut.

Darin heißt es u.a.:
Heilbronn ist eine tolerante und weltoffene Stadt, in der sich jede hier lebende Person frei entfalten können soll. Der Gemeinderat der Stadt Heilbronn verurteilt deshalb jede Form von Antisemitismus, Rassismus, Hass, Gewalt, Terror und Krieg.“

„Meinungsfreiheit ist und bleibt uns ein hohes Gut. Unterschiedliche Auffassungen zu politischen, historischen, religiösen oder sozialen Themen sind in unserer demokratischen Gesellschaft nicht nur erlaubt, sondern als Teil unserer Demokratie ausdrücklich erwünscht. Jedoch hat auch das Grundrecht auf Meinungsfreiheit seine Grenzen. Diese sind erreicht, wenn Andersdenkende oder Andersgläubige diffamiert, herabgewürdigt, beleidigt oder verächtlich gemacht oder gar tätlich angegriffen werden.“

„Wir fordern alle hier lebenden Menschen auf, sich in ihrem privaten Umfeld und auch in der öffentlichen Diskussion klar und deutlich gegen Antisemitismus, Rassismus, Hass, Gewalt, Terror und Krieg verherrlichende und menschenunwürdige Aussagen und Handlungen zu stellen.
Schließlich bestärken wir ausdrücklich die Stadtverwaltung, nicht nachzulassen in ihrem ständigen Bemühen um Dialog, Zusammenwirken und Verständnis untereinander und miteinander.“

Seien wir uns unserer Geschichte und Verantwortung bewusst. Seien wir wachsam!

Mit dieser Botschaft endet die bewegende Rede von Kilian Krauth (Redakteur HNSt) zum 85.Jahrestag des Pogroms vom 9.November 1938 auch in Heilbronn.

Sie beginnt mit einem Bild des Friedens: „Worte tun sich schwer an Tagen wie diesen, in Zeiten wie diesen. Vielleicht helfen uns ja Bilder weiter. Wir kennen wohl fast alle dieses historische Foto von der ehemaligen Heilbronner Synagoge. Es zeigt dieses 1877 im neomaurischen Stil gebaute Gotteshaus in seiner ganzen Pracht. Vorne flanieren Menschen im Sonntagsgewand, die Allee ist tatsächlich noch ein Boulevard. Wunderbar, fast wie im Kino. Und links steht das wohl vertraute Postamt. Irgendwie unwirklich.“

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40 Jahre Friedensrat Heilbronn – aktueller denn je gebraucht – Wir gratulieren!

1983 hat sich der Heilbronner Friedensrat im Zuge der Nachrüstungsdebatte aus verschiedenen Friedensgruppen heraus mit der Kernaufgabe gegründet, die Pershing-Raketen auf der Waldheide am Heilbronner Stadtrand wegzubekommen. Ein Sonderzug nach Bonn mit 1.200 Teilnehmern und die Mitorganisation von „Heilbronner Begegnungen“ der Berliner Akademie der Künste waren herausragende Aktionen, die von einer großen Zahl von Aktiven getragen wurden. Das Ziel, die Raketen abzubauen, hatte sich in ganz Heilbronn und Umgebung durchgesetzt.
Heute besteht der Heilbronner Friedensrat aus einem Kreis von etwa 20 Aktiven, deren Ziel es ist, gegen Krieg und für die Lösung von Konflikten mit friedlichen Mitteln einzutreten. Trotz der Erkenntnis, dass es sehr viel schwieriger ist, gegen Krieg und Gewalt in der Ferne einzutreten, als eine Bedrohung in der Nähe zu thematisieren, sind die Mitglieder des Friedensrats entschlossen, mit langem Atem Friedensarbeit zu leisten.

Mehr dazu unter: Friedensrat Heilbronn

Nächstes Treffen: Donnerstag, den 14.12., 19 Uhr, Sportgaststätte Da Cicerone, Viehweide 25, Heilbronn-Böckingen. Das Thema: „Frieden ist möglich“.
Linke, Grünen und SPD haben innerhalb kurzer Zeit Bundes-Parteitage abgehalten. Wie beurteilen wir die aktuell formulierten Ziele der Parteien bzw. von Teilen dieser Parteien? Was meinen Sie, was meint Ihr dazu? Also: Herzlich Willkommen allen Friedensbewegten!

Heilbronn-for-Future positioniert sich klar zum Konflikt zwischen Israel und Hamas – sich dem Statement von FridaysForFuture Deutschland vom 23.10.24 anschließend

„Uns erreichen gerade viele Nachrichten und Fragen, wie wir uns zur aktuellen Situation positionieren. Wir sind solidarisch mit den Opfern der Gewalt der Hamas, verurteilen den Terror und hoffen, dass alle Geiseln gesund zurückkehren werden. Wir sind uneingeschränkt solidarisch mit Jüdinnen und Juden, die weltweit und auch hier antisemitische Gewalt erleben. Wir sehen das Leid der Zivilbevölkerung und insbesondere der Kinder in Gaza. Der steigende anti-muslimische Rassismus auch hier in Deutschland erfüllt uns mit großer Sorge. All das sind keine Widersprüche. Unsere Herzen sind groß genug, all das gleichzeitig fühlen zu können.

Wir wollen auch noch einmal daran erinnern, dass Fridays for Future Deutschland eine Klimabewegung ist, gleichzeitig verstehen wir uns hier in großer historischer Verantwortung. Gerne wiederholen wir dazu nochmal unsere grundsätzlichen Linien: Das Existenzrecht Israels ist nicht verhandelbar. Humanitäres Völkerrecht gilt für alle. Menschenrechte gelten für alle.“

siehe Statement zur aktuellen Situation | Fridays for Future und auch Heilbronn4Future.

konträre Positionen zum Radschnellweg RS 3 (Bad-Wimpfen – Heilbronn)

Der Radschnellwegausbau soll kommen, so haben es offenbar das Regierungspräsidium und die Kommune Bad-Wimpfen beschlossen und so steht es auch in der Radwegepriorisierung des Gemeinderates Heilbronn (DS 194/2023).

Die Bürgerinitiative Netzwerke Neckartal (BINN) kämpft schon seit 5 Jahren gegen die geplante Streckenführung auf der Westseite des Neckars im Bauabschnitt 1 nördlich der A6-Querung. Sie schlägt eine kostengünstigere und ökologischere schnelle Radwegverbindung östlich des Neckars vor, die auch eine bessere Anbindung der anliegenden Kommunen bringt. Dazu gab es einen guten Übersichtsartikel in der Heilbronner Stimme vom 5. Oktober.

Wegen der Komplexität der Materie und dem bereits laufenden Planungsverfahren in den beiden Abschnitten 1 (Regierungspräsidium) und 2 ( Heilbronn) wollen wir uns in einem der nächsten Rundbriefe der Lokalen Agenda 21 HN dem Thema genauer widmen.