Vor der Damm-Grundschule wurde im März mit einem Banner auf regelmäßige Verkehrsrisiken durch Elterntaxi aufmerksam gemacht. Hier finden sie den Artikel der HNSt dazu. Im Rundbrief der Lokalen Agenda Juni 2026 (ab Mitte Juni auch im Download verfügbar) wird das Thema „Schulweg und Schulstraßen“ ausführlicher aufgegriffen.
Ein modulares E-Schwerlastrad für den Weinbau testen
Am 11. Juni um 10:30 kann man ein vollständig neu entwickeltes führerscheinfreies, kostengünstiges Fahrzeug- & Antriebskonzept in den Weinbergen von Heilbronn testen.
Der Ort wird noch präzisiert. Dieses Fahrzeug kann ins EuGCf Projekt „08 Transformation der Weinberge“ einzahlen bzw. darin integriert werden. Mehr Informationen finden sich hier zum Download. Bei Interesse bitte anmelden unter: peter@titus-heilbronn.de anmelden.
Kritische Sicht auf den beschlossenen Abriss des 125 Jahre alten CVJM-Hauses in Heilbronn-Böckingen und das Fällen von zwei gesunden Linden

In der Sitzung des Gemeinderates am 30.April 2026 wurde (unter TOP 14) fast einstimmig – außer von GRÜNEN, PARTEI und PRO – eine Teilaufhebung der Erhaltungssatzung „Alt-Böckingen“ beschlossen und damit der Weg frei gemacht zum Abriss des CVJM-Hauses aus dem Jahr 1901 und dem Fällen der zwei gesunden 100jährigen Linden!
Was bedeutet das konkret? Wir von der Lokalen Agenda 21 Heilbronn sind der Auffassung, dass das Fachwerkhaus mit seiner Art zu Böckingen gehört und es sicher in das geplante neue Diakoniezentrum integriert werden könnte. Mit den beiden kräftigen Linden davor, ist es ein unbedingt zu erhaltendes Ensemble, die Fenster könnten der Bauzeit entsprechend angepasst werden. Das Ensemble scheint uns auch im Hinblick auf den Klimaschutz notwendig. Das gilt auch für die geplante Kita: Das historische Bild des Fachwerkhaus, die mächtigen Bäume, der kleine Abhang zur Klingenberger Straße passen dazu.
Eine besondere Brisanz bekommt der Vorgang dadurch, dass wieder die Alt-Böckinger Erhaltungssatzung ausgesetzt wird und dass dieser Abriss dem Anliegen der European Green Capital 2027 widerspricht, zu der ausdrücklich die Themen LUFT, KLIMASCHUTZ und KLIMAANPASSUNG gehören: Bäume sind für kühlenden Schatten, Filtern der Luft und deutliche Lärmminderung, insbesondere in stark bebauten Flächen, eminent wichtig. Und diese großen Bäume sind durch keine Neupflanzungen – es würden 50-100 Jungbäume gebraucht – zu ersetzen. Die Pfadfinder, die der Sitzung beiwohnten, waren entsetzt, die Böckinger trauern. Die Heilbronner Stimme berichtete am 5.Mai dazu.
Thomas Bergunde, Sprecher LA21HN
Agri-PV-Anlage bei Fürfeld öffnet ihre Tore
Der KlimaEnergieDialog lädt am 9. Juni zur Besichtigung einer der größten innovativen Agri-PV-Anlagen der Region ein
Wie lässt sich Landwirtschaft mit günstiger, regionaler Stromerzeugung verbinden? Antworten darauf gibt der KlimaEnergieDialog Heilbronn am Dienstag, 9. Juni 2026, um 18 Uhr bei einer Vor-Ort-Veranstaltung an der Bürger.Energie Agri-PV-Anlage bei Bad Rappenau-Fürfeld.

Die rund 24 Hektar große Anlage zählt zu den innovativsten Agri-Photovoltaik-Projekten der Region. Installiert wurden senkrechte, bifaziale Solarmodule, die gleichzeitig aktive landwirtschaftliche Bewirtschaftung ermöglichen. Die Anlage verbindet erneuerbare Stromerzeugung, Flächeneffizienz und regionale Bürgerbeteiligung.
Unter dem Titel „Agri-PV – konkret – in der Region“ führen Daniel Knoll (Daniel Knoll, Sonnige Projekte) und Sarah von Keudell (BürgerEnergieGenossenschaft Kraichgau) durch die Anlage und erläutern die Entstehung des Projekts – von der ersten Idee bis zur Inbetriebnahme.
Das Nachhaltigkeits- und Energiekonzept des IPAI – Eine Übersichtsbericht
Der KlimaEnergieDialog Heilbronn war am Donnerstag, dem 7. Mai im IPAI-Besucherzentrum zu Gast und widmete sich dem Nachhaltigkeits- und Energiekonzept des baulichen IPAI-Projektes.
Zu Beginn erläuterte Sandra Bojang (IPAI Management GmbH) anhand des baulichen Modells dessen Nutzungskonzept – „Plattform“ genannt (siehe https://ip.ai/plattform/): Unternehmen oder Institutionen, die KI konsequent in die Anwendung bringen oder weiter ausbauen wollen, werden bei ihrer Transformation durch zahlreiche Aktivitäten in der Community, Dienstleistungen und die Verbindung zu Partnern (beispielsweise Technologie- und Infrastrukturanbieter, Forschungs- und Bildungseinrichtungen) unterstützt.
Nach einer Übersichtsführung durch die Ausstellung zu KI-Anwendungen erläuterte der Stadtplaner und Landschaftsarchitekt Christian Mathieu (Schwarz Immobilien Service GmbH) das Konzept des IPAI-Parks:
- Den städtebaulichen baulichen Entwurf des kreisrunden Geländes
- Das Energiekonzept
- Lösungen zur Biodiversität
- Das Schwammstadtkonzept
Das Nachhaltigkeits- und Energiekonzept des IPAI
Im Norden von Heilbronn entsteht derzeit der Innovationspark für Künstliche Intelligenz (IPAI). Die Vision: Eine Innovations- und Kooperationsplattform im Weltklasseformat, die KI als Schlüsseltechnologie ethisch verantwortungsvoll und nachhaltig nutzbar macht – aus Heilbronn für Europa.
Hier kooperieren Unternehmen und Institutionen zum Wohle von Gesellschaft und Wirtschaft und binden die Öffentlichkeit aktiv in diesen Prozess ein. Der KlimaEnergieDialog Heilbronn widmet sich am Donnerstag, dem 7. Mai ab 18 Uhr im IPAI-Besucherzentrum (Im Zukunftspark 11/13) dem Nachhaltigkeits- und Energiekonzept des IPAI. Im Fokus steht die klimagerechte bauliche Entwicklung des Campus (Foto und LInk: siehe https://ip.ai/):

- Wie sehen eine klimaresiliente Flächenplanung, Quartiersentwicklung und nachhaltige Bauweise aus?
- Wie wird die Infrastruktur ressourcenschonend und klimaangepasst gestaltet?
- Wie kann der operative Betrieb des Campus klimapositiv gelingen?
- Wie lassen sich Zielkonflikte zwischen Flächennutzung, Biodiversität und Infrastruktur lösen?
- Wie wird Nachhaltigkeit als integraler Bestandteil der Innovationsstrategie verankert?
Sandra Bojang (IPAI Management GmbH) und Christian Mathieu (Schwarz Immobilien Service GmbH & Co. KG) geben detaillierte Einblicke in diese Themen und laden im Anschluss zum ausführlichen Dialog ein. Die Veranstaltung ist kostenfrei. Für Getränke und Snacks ist gesorgt.
Die Hochschule auf dem Weg zur Klimaneutralität – Konzept, Umsetzung, Beispiele und Erfahrungen
Ein Bericht vom KlimaEnergieDialog Heilbronn am 20.04.2026 im TechCampus der Hochschule Heilbronn am Eröffnungstag der EarthWeek
Ausgehend von der raschen, globalen Klimaerhitzung – in Europa doppelt so schnell wie im Weltdurchschnitt – ergeben sich sowohl kritische globale Konsequenzen als auch regionale Herausforderungen. Dem stellen sich viele kleine und große Akteure auch in Heilbronn und Umland stellen. Dies thematisiert der KlimaEnergieDialog Heilbronn im Expertenaustausch. Siehe dazu die kurze Einführung im Namen des Trägerteams.
Die Hochschule Heilbronn (HHN) sieht es als ihre ureigenste Aufgabe an, sich neben Lehre und Forschung auch der gesellschaftlichen Verantwortung für Klimaschutz und Klimaanpassung zu widmen. Unter diesem Leitbild stellte Hochschulkanzler Christoph Schwerdtfeger im KlimaEnergieDialog am 20.04.2026 die relevanten Herausforderungen, Rahmenbedingungen und Projektdaten im Einführungsvortag „Zwischen Idealen und Investitionsrechnung – wie wir Klimaschutz steuern“ vor. Mit 31 Gebäuden von 6 Eigentümern an 4 Standorten bis 2030 (entspr. Klimagesetz BaWü) klimaneutral zu werden – da ist die Messlatte hoch gelegt. Es wird derzeit analysiert, geplant und konkret gehandelt, dass der CO2-Fussabdruck der HHN minimiert werden kann bei effektivem Einsatz des verfügbaren Personal und der Finanzressourcen. Ausgehend von jährlichen 11600 t Treibhausgasemission (lt. Hochschulstatistik) lohnt sich dies bei ca. 300€ gesellschaftlichen Kosten pro Tonne Emission (entsprechend UBA-Empfehlung) sehr wohl. Entsprechend werden die Maßnahmen nach „Wirkung pro Euro“ ausgewählt. Den Vortrag finden Sie HIER zum Download.
Das Zielkonzept und die Umsetzungsmaßnahmen erläuterte Klimaschutzmanager Tobias Held nach dem Handlungs-Leitbild: Vermeiden – Vermindern – Versenken der Treibhausgasemissionen. Wie kann das ehrgeizige Konzeptziel erreicht werden? Dazu wurden drei Szenarien (Nichtstun, Moderat, Konsequent) untersucht. Wenig überraschend ergab die Modellierung, dass nur das Szenario „Konsequent“ die Chance auf eine baldige Klimaneutralität der Hochschule ermöglicht. Die nächsten fünf Jahre sollen die geplanten Maßnahmen vorbereitet und umgesetzt werden, Kompensationen bleiben der Zeit nach 2030 vorbehalten. Tobias Held erläuterte detailreich, welche „low hanging fruits“ jetzt vorbereitete werden: z.B. die Dekarbonisierung der Heizung(en), das Gebäude-Energiemanagement und PV aufs Dach. Auch für jeden Heilbronner Hauseigentümer interessant und praktisch einsetzbar, stellte er die dafür relevante Werkzeuge vor – Solarkataster BW, Starkregen- & Überflutungskarten, Stecker-Solar-Simulator. Den Vortrag finden Sie HIER zum Download.
Die anschließenden Diskussion reichte von Grundsatzthemen zum Vortrag, über konkrete Fragen zu den Heilbronner Gebäuden bis hin zu Erfahrungen in anderen Bundesländern. Sie klang – wie immer – im persönlichen Kontakt bei Butterbrezeln und Saft aus.
Die Heilbronner Stimme berichtete am 23.April auch ausführlich über das Treffen: Hier.
Heilbronn-for-future lädt ein

Herzliche Einladung aller Heilbronner BürgerInnen: Die Hochschule auf dem Weg zur Klimaneutralität
Konzept, Umsetzung, Beispiele und Erfahrungen
Die Hochschule Heilbronn (HHN) engagiert sich seit vielen Jahren für Nachhaltigkeit und arbeitet seit 2023 gezielt daran, bis 2030 netto treibhausgasneutral zu werden. Das Klimaschutzkonzept der HHN bildet dafür den strategischen Fahrplan. Doch was bedeutet Klimaneutralität ganz konkret?
Dieser zugleich spannenden und kritischen Frage geht der nächste Klima- & Energiedialog Heilbronn am Montag, 20.04.2026, 18 Uhr im TechCampus der Hochschule Heilbronn, Max-Planck-Straße 39 (Hörsaal D002, barrierefrei) nach – am Eröffnungstag der Earthweek.
Es wird gezeigt, welche Maßnahmen die Hochschule bereits umsetzt und welche nächsten Schritte geplant sind.
Gleichzeitig wird sichtbar, wie ähnliche Ansätze auch Privatpersonen nutzen können – etwa durch geringere Energiekosten, für mehr Versorgungssicherheit oder einen besseren Schutz vor Naturgefahren.
Anhand praktischer Werkzeuge – vom Energieatlas BW für die Einschätzung der eigenen PV-Eignung über Starkregen- und Überflutungskarten bis hin zu Tipps zur Heizungsoptimierung – erhalten Sie konkrete Anregungen, wie Klimaschutz im Alltag wirkt und wie Sie selbst davon profitieren können.
Lernen Sie den Weg der HHN kennen und entdecken Sie, wie Klimaschutz für jede und jeden greifbar wird:
- Zwischen Idealen und Investitionsrechnung – wie wir Klimaschutz steuern (Christoph Schwerdtfeger, Kanzler)
- Der Weg zur netto-treibhausgasneutralen Hochschule (Tobias Held, Klimaschutzmanager)
- Das Konzept der Hochschule
- Die Klimaschutzmaßnahmen der Hochschule und praktische Beispiele, wie Bürger*innen an Informationen kommen
- Gemeinsame Diskussion mit den Referenten
- Ausklang beim persönlichen Gespräch mit Getränken und Snacks vor Ort.
Hier finden Sie die Veranstaltungsinformation zum Download und Weitersagen !
Kreislaufwirtschaft – Gamechanger im Klimaschutz ? Europäischer und regionaler Anspruch, Herausforderungen, Lösungen und konkrete Praxisbeispiele
Diesem zugleich spannenden, kritischen und für Heilbronn konkreten Thema widmete sich der kürzliche Klima- & Energiedialog Heilbronn am 18.März – zu Gast in der vhs im Deutschhof.

Im Mittelpunkt stand ein Übersichtsvortag von Claudius Güther, dem Leiter der CR*-Abteilung der PreZero Stiftung (*: Corporate Responsibility) über Abfallentsorgung und Kreislaufwirtschaft. Das Unternehmen ist in 10 europäischen Ländern mit 30 Tausend Mitarbeitern aktiv und stellt 7.7 Mio Tonnen wiederverwertbares Rezyklat aus Abfall von 40 Mio Menschen her. Der Anspruch dabei ist, das ökologisch nachhaltige Arbeiten auszuweiten und wirtschaftlich zu gestalten. Das System der Kreislaufwirtschaft (s. Abb.) beginnt bereits beim Design des jeweiligen Produktes (Materialien, deren Verbund, Demontagefähigkeit, Verpackung) und geht bis zur möglichst sortenreinen Sammlung an seinem Lebensende und zur Gewinnung von Sekundärrohstoffen.