Alles im grünen Bereich?

Versuch einer Einordnung des Grundsatzbeschluss des Gemeinderates Heilbronn vom 27.Juli 2026 zum „Bildungscampus Süd“

Am Samstag, den 29.August lud die „Bürgerinitiative „Soleo retten – Ausverkauf stoppen“ zu einer Kundgebung vor Ort ein – dem Auftakt der Unterschriftensammlung zum Bürgerbegehren „Schwimmbad und öffentlichen Raum erhalten“. Ziel ist, den entsprechenden Grundsatzbeschluss des Gemeinderates Heilbronn vom 27.Juli durch einen Bürgerentscheid der Stadtbevölkerung wieder rückgängig zu machen. Die konkreten Argumente und Ziele der BI sind auf der Website „Soleo-retten.de“ veröffentlicht. Die Heilbronner Stimme kündigte an, die RNZ berichtete danach ausführlich und differenziert, als auch die Heilbronner Stimme. Dem ist inhaltlich zunächst erstmal nichts hinzufügen.

Die zügige Entwicklung des Bildungscampus und der internationalen Hochschul- und Innovationslandschaft in Heilbronn sind unzweifelhaft ein Riesenchance für ein sich zukunftsfähig transformierendes Heilbronn. ABER – der Inhalt und das Eilverfahren von Gemeinderats-Klausur (1.7.), Beratung im Verwaltungsauschuss (13.7.), Nichtberatung (!) im zuständigen Bau-/Umweltauschuss (14.7.), einmalige Bürgerinformation in der Harmonie zum städtebaulichen Konzept (20.7.) und Grundsatzbeschluss (27.7.) hinterlassen ein mulmiges Gefühl. Bei genauerem Hinsehen bleiben viele Fragen offen.

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Tschernobyl – FOTO-Ausstellung im Wieslocher PALATIN (23.01. – 26.04.2026), von Oliver Wolf, Thema: 32 Years after human being                

Anastasia Kozak, Deutsch-Ukrainische-Gesellschaft Heilbronn, 28.04.2026

Palatin, der Name des Kongresszentrums in Wiesloch stammt vom ältesten bewohnten Hügel Roms. Das Fürstentum Pfalz wurde territorial von den Römern geschichtlich als Palatin bezeichnet. Das Hotel Palatin organisiert über das ganze Jahr Kunstausstellungen.
Oliver Wolf‘s Arbeiten erkunden die verlassene Zone um das ehemalige Kernkraftwerk Tschornobyl. Seine Werke erzählen die Geschichte von Natur & Zivilisation. Die Bilder zeigen Vergangenheit & Zukunft zugleich und regen zum Nachdenken über den Einfluß des Menschen auf die Umwelt an. Oliver Wolf hat sich in zahlreichen EU-Städten an Foto-Wettbewerben beteiligt und Auszeichnungen erhalten.  Die Besucher bleiben vor den Fotos besinnlich stehen, in beeindruckenden Bildern zeigt der Fotokünstler, wie das Leben einer gut organisierten Stadt je zu Ende kam: Fotos von Schulzimmern, Kindergarten, Eingang & Empfang des Krankenhauses, Wohnhäuser, Spielplätze, ein Waldgelände, durch das ein einsamer Fuchs streift.   Musikalisch wurde die Atmosphäre durch Gwendolyn Grauer virtuos auf ihrem Akkordeon untermalt. Eingeladen wurde mit Tschajkowskijs Herbstlied „Oktober“ aus dem Zyklus „Jahreszeiten“ und begleitet das Gedenken an Tschornobyl.  Mit seinem Märzlied „Lerche“ kommt die Sehnsucht nach Geborgenheit zum Ausdruck. Modest Mussorskijs „Altes Schloss“ vermittelte unheilvolle & düstere Stimmung, als Analogie zum überdimensionalen, bedrohlichen Stahl-Beton Sarkophag des Reaktors.

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Situations- & Ressourcenanalyse – eine sorgfältige gesellschaftspolitische Betrachtung der Situation in Heilbronn

Für das Projekt „Partnerschaft für Demokratie Heilbronn“* hat das Institut für Rechtsextremismusforschung der Uni Tübingen eine ausführliche sozialökonomische, gesellschaftliche und kommunalpolitische Analyse der Situation vorgenommen und Schlüsse für die Projektarbeit gezogen.

Die Ergebnisse finden sich als zusammenfassende Präsentation HIER, der ausführliche wissenschaftliche Bericht (170 S.!) kann auf Wunsch gern zur Verfügung gestellt werden (info@agenda21-hn.de).
„Demokratie lebt von der Beteiligung der Menschen. Folgt man diesem partizipativen, auf Beteiligung und Teilhabe an politischen Prozessen abzielenden, Demokratieverständnis, so sind „Regieren durch Mitwirkung und Regieren durch Diskussion“ die zentralen Elemente zur Analyse und Stärkung der Demokratie (….)
Folglich stellt sich die Frage, wie Demokratie erfahrbar gemacht werden kann – im Kleinen, im Lokalen, im Alltag. Dabei ist besonders zu berücksichtigen, dass Beteiligung an der Demokratie in unterschiedlichen Gruppen der Bevölkerung sehr unterschiedlich gelebt wird – und werden kann(….)
Es ist ein Auseinanderdriften demokratiezufriedener und demokratieskeptischer bis hin zu demokratieablehnenden Lebenswelten zu beobachten. Doch wie kann Demokratie gestärkt werden? Wie kann sie erfahrbar gemacht werden?
Demokratie muss im Alltag erfahrbar sein. Und zwar so, dass die Menschen dabei Selbst- und Handlungswirksamkeit erleben – weil sie gehört werden, weil sie mitgestalten und mitentscheiden, weil sie in ihrer Vielfältigkeit Teil demokratischer Prozesse sein können…

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Mehr wissen, tun, erreichen …

die gemeinsame Veranstaltungsreihe von Volkshochschule und Lokaler Agenda 21 Heilbronn startet ins Wintersemester.

Nun schon das vierte Jahr in Folge gestalten Volkshochschule und Lokale Agenda 21 Heilbronn gemeinsam diese Kooperationsreihe zur praktischen gesellschaftlichen Transformation im Einklang mit Klima und Natur. Im kommenden Wintersemester 2026/27 ist das Programm besonders voll:

  • komunale Klimaresilienz
  • klimaverträglicher Tourismus
  • Stromspeicherung
  • Vogelfütterung
  • Bodengesundheit
  • Plastikftreiheit
  • Fahrradreparatur (mit ADFC)
  • sowie die online Sonderprogramm aus BW „citizen science“ zum Artenschutz und regionalen Lebensmitteln habe wir uns zu eigen gemacht.

Seien Sie neugierig und aktiv! HIER ist der Flyer schon mal vorab.

Die Nutzung von Solarstrom im Mehrfamilienhaus – ein Übersichtsbericht

Der KlimaEnergieDialog Heilbronn widmete sich am 22.Juli in der vhs Heilbronn dem Thema „Solarstrom im Mehrfamilienhaus – Erzeugung und Nutzung“.

Im Stadt- und Landkreis Heilbronn sind in der letzten Zeit viele kleine und große PV-Anlagen auf Dächern, als „Balkonkraftwerke“ und im Freiland entstanden oder in Vorbereitung, um einen Beitrag zur Energiewende, zum Klimaschutz und zur preiswerten Eigenstromversorgung zu leisten. Ein großes Potenzial schlummert aber noch in kombinierten PV-Anwendungen an und auf Mehrfamilienhäusern – auch unter Einbeziehung der Mieterinnen und Mieter.

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Agri-PV-Anlage bei Fürfeld öffnete seine Tore

Besichtigung einer der größten innovativen Agri-PV-Anlagen der Region – der Bürger.Energie Agri-PV-Anlage bei Bad Rappenau-Fürfeld – am 9. Juni 2026 im Rahmen des KlimaEnergieDialog Heilbronn.

Wir wurden von Sarah von Keudell (BürgerEnergie Kraichgau Service GmbH) und Daniel Knoll (GF und Projektleiter Fa. Sonnige Projekte GmbH) begrüßt und durch die Anlage geführt. Auf rund 24 ha verfügt sie über 11,43 km laufende Meter bifaziale, senkrecht stehende Solarmodule entlang der Autobahn. Die 7532 Module (je 725 Wp) haben eine Gesamtleistung von 5 MWp. Den Grundaufbau, die Ausstattung und die weiteren Leistungsdaten zeigen die Übersichten unten in der Galerie. Das Projekt wurde auf Initiative von Michael Freiherr von Gemmingen ins Leben gerufen und gemeinsam mit ihm, der BEG Kraichgau und weiteren Akteuren in einer Projektgesellschaft umgesetzt.

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Risiken durch Elterntaxi vor den Schulen – Initiative an der Dammschule in Heilbronn will sensibilisieren

Vor der Damm-Grundschule wurde im März mit einem Banner auf regelmäßige Verkehrsrisiken durch Elterntaxi aufmerksam gemacht. Hier finden sie den Artikel der HNSt dazu. Im Rundbrief der Lokalen Agenda Juni 2026 (ab Mitte Juni auch im Download verfügbar) wird das Thema „Schulweg und Schulstraßen“ ausführlicher aufgegriffen.

Ein modulares E-Schwerlastrad für den Weinbau testen

Am 11. Juni um 10:30 kann man ein vollständig neu entwickeltes führerscheinfreies, kostengünstiges Fahrzeug- & Antriebskonzept in den Weinbergen von Heilbronn testen.

Der Ort wird noch präzisiert. Dieses Fahrzeug kann ins EuGCf Projekt „08 Transformation der Weinberge“ einzahlen bzw. darin integriert werden.  Mehr Informationen finden sich hier zum Download. Bei Interesse bitte anmelden unter: peter@titus-heilbronn.de anmelden.

Kritische Sicht auf den beschlossenen Abriss des 125 Jahre alten CVJM-Hauses in Heilbronn-Böckingen und das Fällen von zwei gesunden Linden

In der Sitzung des Gemeinderates am 30.April 2026 wurde (unter TOP 14) fast einstimmig – außer von GRÜNEN, PARTEI und PRO – eine Teilaufhebung der Erhaltungssatzung „Alt-Böckingen“ beschlossen und damit der Weg frei gemacht zum Abriss des CVJM-Hauses aus dem Jahr 1901 und dem Fällen der zwei gesunden 100jährigen Linden!

Was bedeutet das konkret? Wir von der Lokalen Agenda 21 Heilbronn sind der Auffassung, dass das Fachwerkhaus mit seiner Art zu Böckingen gehört und es sicher in das geplante neue Diakoniezentrum integriert werden könnte. Mit den beiden kräftigen Linden davor, ist es ein unbedingt zu erhaltendes Ensemble, die Fenster könnten der Bauzeit entsprechend angepasst werden. Das Ensemble scheint uns auch im Hinblick auf den Klimaschutz notwendig. Das gilt auch für die geplante Kita: Das historische Bild des Fachwerkhaus, die mächtigen Bäume, der kleine Abhang zur Klingenberger Straße passen dazu.

Eine besondere Brisanz bekommt der Vorgang dadurch, dass wieder die Alt-Böckinger Erhaltungssatzung ausgesetzt wird und dass dieser Abriss dem Anliegen der European Green Capital 2027 widerspricht, zu der ausdrücklich die Themen LUFT, KLIMASCHUTZ und KLIMAANPASSUNG gehören: Bäume sind für kühlenden Schatten, Filtern der Luft und deutliche Lärmminderung, insbesondere in stark bebauten Flächen, eminent wichtig. Und diese großen Bäume sind durch keine Neupflanzungen – es würden 50-100 Jungbäume gebraucht – zu ersetzen. Die Pfadfinder, die der Sitzung beiwohnten, waren entsetzt, die Böckinger trauern. Die Heilbronner Stimme berichtete am 5.Mai dazu.

Thomas Bergunde, Sprecher LA21HN

Agri-PV-Anlage bei Fürfeld öffnet ihre Tore

Der KlimaEnergieDialog lädt am 9. Juni zur Besichtigung einer der größten innovativen Agri-PV-Anlagen der Region ein

Wie lässt sich Landwirtschaft mit günstiger, regionaler Stromerzeugung verbinden? Antworten darauf gibt der KlimaEnergieDialog Heilbronn am Dienstag, 9. Juni 2026, um 18 Uhr bei einer Vor-Ort-Veranstaltung an der Bürger.Energie Agri-PV-Anlage bei Bad Rappenau-Fürfeld.

Die rund 24 Hektar große Anlage zählt zu den innovativsten Agri-Photovoltaik-Projekten der Region. Installiert wurden senkrechte, bifaziale Solarmodule, die gleichzeitig aktive landwirtschaftliche Bewirtschaftung ermöglichen. Die Anlage verbindet erneuerbare Stromerzeugung, Flächeneffizienz und regionale Bürgerbeteiligung.

Unter dem Titel „Agri-PV – konkret – in der Region“ führen Daniel Knoll (Daniel Knoll, Sonnige Projekte) und Sarah von Keudell (BürgerEnergieGenossenschaft Kraichgau) durch die Anlage und erläutern die Entstehung des Projekts – von der ersten Idee bis zur Inbetriebnahme.

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