Philipp Timmermann, Masterarbeit WS 2025/26 Karlsruhe Institut für Technologie (KIT)
Jährlich schließen bis zu 80 Schwimmbäder in Deutschland. Am stärksten betroffen davon sind Hallenbäder. So auch in Heilbronn. Hier soll das 1972 eröffnete und 2010 erweiterte Sole- und Freizeitbad Soleo dem schnellen Wachstum des Heilbronner Bildungscampus weichen und abgerissen werden.
Der Entwurf zeigt eine Alternative auf, die das aus der Nutzung fallende Gebäude in studentische Nutzung überführt. Das Entwurfsziel ist denkbar einfach: Das Gebäude erhalten, anstatt abzureißen. Auf die Begehren der Bürger eingehen und in Teilen die bisherige Nutzung als Bad beibehalten. Der Umbau ist als exemplarisches Projekt zu verstehen und soll zeigen, wie in Zukunft aus der Nutzung fallende Hallenbäder durch geringfügige Eingriffe neu soziale Treffpunkte und Bildungseinrichtungen für Quartiere und Gemeinden werden können.
Im linken Teil des Gebäudes entsteht ein in sich geschlossener Badebereich. Der restliche Teil des Gebäudes wird der neuen Nutzung zugeschrieben. Der östliche Teil des Untergeschosses wird zur großen Ausstellungsfläche und das Lehrschwimmbecken verliert sein Wasser und wird zum Hörsaal. Das Herzstück des Umbaus bildet das Auditorium. Das Sportbecken wird genutzt, um einen vielseitig einsetzbaren Raum mit Tribünen an allen vier Seiten zu schaffen. Den größten Eingriff erfordert hier das marode Hallendach. Die Nordseite das Daches wird angehoben, um einen zweiten Giebel zu bilden. Das Obergeschoss selbst ändert komplett seine Nutzung. Der Wellnessbereich soll den Charakter einer ‘Landschaft’ behalten. Er bietet nun Raum für verschiedene Formen des Lernens. Alle Innenausbauten und Eingriffe werden in Holzbauweise ausgeführt. Die Elemente sollen in sortenreinen Verbindungen aus zirkulären Materialien realisiert sein oder aus wiederverwendeten Bauteilen bestehen.
Die spannenden Entwürfe der Arbeit – als Plan und 3D-Modell – finden sie HIER.


