Alles im Fluss!? Wasser in der Krise

Wasserausstellung 16.09. – 09.10.25 in der Stadtbibliothek im K3

eine Wanderausstellung des Heinrich Böll Stiftungsverbunds im Rahmen der nationalen Woche der Klimaanpassung des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit. Ergänzend dazu finden acht kostenfreie Vorträge in der Stadtbibliothek statt – siehe auch LINK:

16.09. / 18:00 UhrWassernutzung in Zukunft – ein Balanceakt zwischen Verfügbarkeit, Verantwortlichkeit und Erwartungen Janina Moschner, ZIRIUS – Zentrum für interdisziplinäre Risiko- und Innovationsforschung, Universität Stuttgart
16.09. / 18:45 Uhr – Mission: Zero – so reduziert Audi den Wasserverbrauch in der Automobilproduktion Andreas Kolleth, AUDI AG
18.09. / 18:00 UhrWasser im Wald – Immanuel Schmutz, Abteilungsleiter Forst und Landwirtschaft, Liegenschaftsamt Stadt Heilbronn
18.09. / 18:45 UhrWasser in der Stadt – Staublappen oder Schwamm? – Patrik Henschel, Amtsleiter Planungs- und Baurechtsamt der Stadt Heilbronn
23.09. / 18:00 UhrWasser und Kartoffelanbau – Mark Mitschke, Kartoffelanbauberater beim Deutschen Bauernverband e.V.
23.09. / 18:45 UhrÖkolandbau – die Lösung für den Wasserschutz? – Martin Haußecker, Landwirt bei der Bio-Musterregion Heilbronner Land
25.09. / 18:00 UhrWasser – die Grundlage allen Lebens – Ralf Roschlau, Autor, Klimaexperte und Dozent
25.09. / 18:45 UhrWirtschaftswachstum und Klimakrise – anders wirtschaften ist möglich – Roland Arnold, Ellen Keifer, Lokale Agenda 21 Heilbronn

Gemeinderat Heilbronn stellt die Weichen für die Umsetzung des Klimaanpassungskonzepts der Stadt: „Raumstrukturelles Klimaanpassungskonzept mit Fokus Innenstadt“

Nach Beschluss des „Klimaschutzteilkonzepts zur Anpassung an den Klimawandel“ Ende 2021 hat der Gemeinderat Heilbronn am 2.Juni 2025 endlich den Weg zu dessen Umsetzung freigemacht und folgendes beschlossen (DS 035/25):
„1. Der Gemeinderat nimmt den vorliegenden Abschlussbericht des Raumstrukturellen Klimaanpassungskonzepts und die daraus abgeleiteten Projekte zur Kenntnis.
2. Die Verwaltung wird beauftragt, die Ergebnisse des Raumstrukturellen Klimaanpassungskonzepts bei den weiteren Prozessen der Stadtentwicklung zugrunde zu legen. Sofern für die Umsetzung Ressourcen erforderlich werden, die nicht im Haushalt 2025/2026 und den zukünftigen Haushalten eingeplant sind, erfolgt eine Entscheidung über diese Maßnahmen über Einzeldrucksachen.“

Die Planung verortet die verbal gelisteten Maßnahmen des zur Umsetzung beschlossenen „Klimaschutzteilkonzept zur Anpassung an den Klimawandel“, 2021 in Karten. Die raumstrukturelle Planung fokussiert sich auf den planerischen „Innenbereich“, also die Siedlungs- und Verkehrsflächen Heilbronns, in denen die Menschen vorrangig wohnen, arbeiten und leben.

Mehr dazu im Beschluss des GR (034/2025) vom 2.6.25,
im raumstrukturellen (Umsetzungs-)Konzept des Stadtplanungsbüro berchtoldkrass space & options, Karlsruhe
und im Anpassungskonzept mit Analysen und Maßnahmen von 2021.

Kommunale Wärmeplanung in Heilbronn – Wie geht es weiter?

Abschluss des Themenschwerpunktes „Wärmewende konkret“ im Klima- & Energiedialog Heilbronn am 21.Mai im Technischen Rathaus Heilbronn

Aus erster Hand berichteten Frau Dr. Bettina Schmalzbauer (Stadt Heilbronn, Stabsstelle Klimaschutz) über die kommunale Wärmeplanung Heilbronn im Überblick und anschließend Herr Stefan Bärwald und Thomas Grün (Wärmegesellschaft Heilbronn) über den aktuellen Planungstand, die Perspektiven und Maßnahmen für eine kommunale und klimaneutrale Wärmeversorgung.

Welches waren die Kernaussagen?
Frau Dr. Bettina Schmalzbauer verwies zunächst auf die immensen Schäden durch Extremwetten in den letzten 30 Jahren (4200Mrd.USD) und die geografische Betroffenheit von Klimawandel, Erhitzung und Extremwettern: Unter den ersten 10 Länden liegen fünf in Europa: Italien, Spanien, Griechenland, Portugal und Bulgarien !
Das deutsche Klimaschutzziel 2030 – die Senkung der CO2-Emissionen nach -48% in 2024 auf ca. -35% – ist ehrgeizig! Zu hoch sind noch die Emissionen vor allem im Wärme-, Gebäude- und Verkehrssektor! Heilbronn leistet mit seinem Klimaschutzprozess aus Klimaschutzkonzept, Wärmeplan, Klimaanpassungsplan usw. seinen Reduktionsbeitrag – von der thematisch strukturierten Stabstelle Klimaschutz geführt.
Dabei ist die Umsetzung des Wärmeplans Heilbronn von strategischer Bedeutung – weg von der Dominanz fossiler Wärmequellen (Heilbronn ca.95%, s. KWP, Kap 5.7) – hin zu erneuerbar versorgten effizienten Wärmenetzen (im Innenbereich ca. 6000 Gebäude) und ca. 15.000 Wärmepumpen (im Außenbereich). Ein ehrgeiziges Ziel bis 2035.

Ausgehend von der bzgl. Energiewende zurückgebliebenen Gebäude- & Wärmsituation in der Stadt – erläuterten dann Herr Stefan Bärwald und Thomas Grün das ehrgeizige Ziel der Treibhausgasneutralität bis 2035. Für einen Wärmenetzausbau sind 12 Eignungsgebiete in der Stadt im Fokus. Von vorhandenen Wärmenetzen ausgehend (z.B. Innenstadt, Südbahnhof) ausgehend oder im Rahmen von Neubaumaßnahmen (z.B. Längelter, Böllinger Höfe/IPAI) sollen diese in 2 Zeitschritten parallel angepackt und erweitert werden. Damit leistet der Netzausbau einen essenziellen Beitrag zur Dekarbonisierung der Wärmeversorgung. Der individuelle Netzanschluss ist dabei lt. Bundesförderung für effiziente Gebäude (BG) förderfähig.

Hier finden Sie beide Fachvortäge zum Download und Weiterreichen:
Wärmewende in Heilbronn
Perspektiven und Maßnahmen für eine kommunale und klimaneutrale Wärmeversorgung

Verpackungssteuer in Heilbronn: Klimabotschafter*innen übergeben 444 Unterschriften an OBM Mergel

Am 9. Mai haben die Klimabotschafter*innen 444 Unterschriften von Heilbronner Bürger*innen zum Antrag für die Einführung einer Verpackungssteuer in HN an OB Harry Mergel übergeben. Der Antrag wurde zudem von 6 Organisationen und Einrichtungen aus dem Netzwerk NeNaHN unterstützt. Diese Bürger haben sich gegen die wachsende Mülllawine aus Einwegverpackungen wie Getränkebecher und Essensboxen ausgesprochen und fordern Alternativen. Weil Einweg kein Weg ist. Weil Mehrweg das neue Normal werden muss.

Hauptargumente gegen Einweg-Verpackungsmüll sind:

  • der Ressourcenverbrauch (Material, Energie, Transport)
  • die damit verbundene Umwelt- und Klimabelastung (die 5,8 Mrd. in Deutschland jährlich verbrauchten To-go Becher enthalten u.a. die Ewigkeitschemikalien PFAS).
  • Weniger Einweg-Müll erhöht die Sauberkeit in der Stadt und führt zu Einsparungen bei der Stadtreinigung.

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Bildung und Nachhaltigkeit – Kernthemen der Kooperation von Hochschule Heilbronn und KLIMA ARENA Sinsheim

Heilbronn, April 2025. Die Hochschule Heilbronn und die KLIMA ARENA in Sinsheim gehen Zusammenarbeit ein. Gemeinsame Projekte und Veranstaltungen mit Fokus auf Bildung für eine nachhaltige Entwicklung werden realisiert.

Bildung für nachhaltige Entwicklung
ein Thema, für das die Hochschule Heilbronn (HHN) und die KLIMA ARENA in Sinsheim brennen. Dieses gemeinsame Bekenntnis verankern die beiden Organisationen nun mit einer Kooperationsvereinbarung. Kern der Zusammenarbeit ist die gemeinsame Konzeption und Durchführung von Bildungsveranstaltungen mit Bezug zum Klimaschutz. Das Vorhaben wurde durch die erfolgreiche Partnerschaft bei der Earth Week der Hochschule Heilbronn vom 22. bis 26. April bekräftigt. „In Kooperation mit der KLIMA ARENA thematisieren wir die fundamentalen Herausforderungen des Klimawandels und der nachhaltigen Entwicklung mit dem Ziel, diese möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen. Damit möchten wir wissenschaftlich fundierte Impulse für eine notwendige Veränderung der relevanten Lebensbereiche setzen,“ sagt Professor Roland Pfennig, Ethikbeauftragter der HHN über die Idee zur Zusammenarbeit mit der KLIMA ARENA. „Dieses Vorgehen stimmt mit der Zielsetzung der KLIMA ARENA und unserer Verpflichtung im Rahmen der Third Mission – dem Auftrag Wissenschaft mit der und für die Gesellschaft zu betreiben – überein.“

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Der Wasserschwund auf der Erde schreitet weiter voran

Eine Zusammenfassung von Ralf Roschlau, Lauffen (April 2025)

Wasser ist und wird in Verbindung mit dem Klimawandel und der Erderwärmung eine besonders zu beobachtende Ressource sein. Eine neue Science-Studie koreanischer Wissenschaftler hat sich dem Thema des globalen Wasserverlustes angenommen. Steigende Luft- und Meerestemperaturen haben erhebliche Veränderungen in der terrestrischen Wasserzirkulation und den Flüssen und Seen der Welt verursacht. Gründe dafür sind die veränderten Niederschläge und die Evapotranspiration. Mit diesem Begriff wird die Summe aus Evaporation, also der Verdunstung einer unbewachsenen Landoberfläche oder freien Wasseroberfläche und der Transpiration, d.h. der Verdunstung der Pflanzenoberfläche durch biotische Prozesse bezeichnet.

Enorme Verschiebung wahrscheinlich
Der Science-Studie nach hat die klimabedingte Auswirkung der beiden Faktoren möglicherweise zu abrupten Verschiebungen in der terrestrischen Wasserspeicherung geführt. Das europäische Zentrum für mittelfristige Wettervorhersagen ECMWF hat in seinem Datensatz Reanalysis v5 (ERA5) aufgezeigt, dass die Bodenfeuchtigkeit (SM) ab dem frühen 21. Jahrhundert eine starke Abnahme aufweist. Im Zeitraum 2000 bis 2002 nahm nach dieser Analyse die Bodenfeuchtigkeit um etwa 1614 Gigatonnen ab. Diese Abnahme ist weitaus größer als der Eisverlust Grönlands, der bei etwa 900 Gigatonnen im Zeitraum zwischen 2002 und 2006 lag. Von 2003 bis 2016 setzte sich die Abnahme der Bodenfeuchtigkeit mit einem zusätzlichen Verlust von 1009 Gigatonnen weiter fort. Unterstützt wird diese Analyse durch zwei unabhängige Beobachtungen des globalen mittleren Meeresspiegelanstiegs (ca. 4,4 Millimeter) und der Polverschiebung der Erde (ca. 45 Zentimeter).

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Herr Buchta zeigt dem Arbeitskreis Wohnen das Wohngebiet Hochgelegen auf dem Nonnenbuckel

Herr Buchta, der Geschäftsführer der Stadtsiedlung Heilbronn, zeigte Interessierten des Arbeitskreises Wohnen der Lokalen Agenda das neue Wohngebet Hochgelegen am Nonnenbuckel unterhalb des SLK-Klinikums. Mit einer Quote von 50 % an geförderten Wohnungen errichtet die Stadtsiedlung als Hauptinverstor ein neues Wohnareal, das einmal 700 Wohnungen bieten wird. Weitere Bauherren sind das Siedlungswerk sowie das Deutsche Rote Kreuz. Zusammen mit den Plätzen in den Wohnheimen des Klinikums werden nach Fertigstellung 2028 über 1300 Menschen dort leben.

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Höhepunkt des „Klima- & Energiedialog Heilbronn – Wärmewende konkret“  

am Mittwoch, den 21.Mai, 18.30 Uhr, im Technischen Rathaus, Cäcilienstraße 49!

Als Abschluss des Themenschwerpunktes „Wärmewende konkret“ lädt das Trägerteam aus zehn Heilbronner Organisationen zum nächsten Dialog herzlich ein am Mittwoch, den 21.Mai um 18.30 Uhr in den Saal des Technischen Rathauses, Cäcilienstraße 49 zum Thema „Kommunale Wärmeplanung – wie geht’s weiter“.

Zunächst führt Frau Dr. Bettina Schmalzbauer (Stadt Heilbronn, Stabsstelle Klimaschutz) in die komplexe Materie ein und gibt einen Überblick über die kommunale Wärmeplanung Heilbronn.
Anschließend erläutert Herr Stefan Bärwald (Geschäftsführer der Wärmegesellschaft Heilbronn) den aktuellen Planungstand, die Perspektiven und Maßnahmen für eine kommunale und klimaneutrale Wärmeversorgung.
Die Moderation übernehmen Frau Jeannine Weinbrenner von der Energieagentur Heilbronn und Herr Jonathan Wein von der Klimaschutz-Agentur Makeit des Landkreises.
Bei einer anschließenden Diskussion und im gemeinsamen Ausklang findet sich ausreichend Gelegenheit zum Dialog miteinander sowie mit den Experten. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung nicht erforderlich.

Hier finden Sie die komplette Einladung , das Poster zur Veranstaltung und den Verweis auf die vorigen Veranstaltungen der Dialogreihe.

Heilbronn macht Zukunft barrierefrei!

Samstag, 10.Mai, 10-14 Uhr auf dem Kiliansplatz: Menschen mit und ohne Behinderung setzen sich ein für mehr Inklusion und Teilhabe

Um 10.30 Uhr wird Frau Sozialbürgermeisterin Agnes Christner ein Grußwort an die Akteure und Besucher richten. Danach haben Betroffenen das Wort.

Es gibt viele Mitmachaktionen:

  • inklusiver Spiele,
  • inklusiver Rollstuhl-Tanz-Flashmob,
  • Barrieren erleben mit dem Rollstuhl,
  • Simulationsbrillen,
  • Alterssimulationsanzug,
  • Depressionsecken und mehr

Vor Ort sind diese Gruppe mit ihren Informationen und Angeboten (siehe rechts):

JA – Nahwärmegenossenschaften sind ein Bürgermodell auch für Heilbronn!

Zum herausfordernden Zukunftsthema „Nahwärmegenossenschaften – ein Bürgermodell für Heilbronn?“ lud das Trägerteam aus zehn Heilbronner Organisationen zum nächsten Klimas- & Energiedialog am Mittwoch, den 09.April in die vhs Heilbronn ein.

Nach einer kurzen Einführung „Was will der Klima- & Energiedialog Heilbronn?“ fasste dann Frau Dr. Bettina Schmalzbauer (Stadt Heilbronn, Stabsstelle Klimaschutz) als Gesprächsgrundlage die Zielstellung des Masterplans Klimaschutz sowie die im Heilbronner Wärmeplan 2023 dokumentierte Ausgangslage der Fern- und Nahwärmenetze der Stadt und deren Erweiterungspotenziale kurz zusammen. Diese potenziellen „Wärmenetz-Eignungsgebiete“ werden grad von der Wärmegesellschaft Heilbronn auf ihre Umsetzbarkeit geprüft.

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