Tschernobyl – FOTO-Ausstellung im Wieslocher PALATIN (23.01. – 26.04.2026), von Oliver Wolf, Thema: 32 Years after human being                

Anastasia Kozak, Deutsch-Ukrainische-Gesellschaft Heilbronn, 28.04.2026

Palatin, der Name des Kongresszentrums in Wiesloch stammt vom ältesten bewohnten Hügel Roms. Das Fürstentum Pfalz wurde territorial von den Römern geschichtlich als Palatin bezeichnet. Das Hotel Palatin organisiert über das ganze Jahr Kunstausstellungen.
Oliver Wolf‘s Arbeiten erkunden die verlassene Zone um das ehemalige Kernkraftwerk Tschornobyl. Seine Werke erzählen die Geschichte von Natur & Zivilisation. Die Bilder zeigen Vergangenheit & Zukunft zugleich und regen zum Nachdenken über den Einfluß des Menschen auf die Umwelt an. Oliver Wolf hat sich in zahlreichen EU-Städten an Foto-Wettbewerben beteiligt und Auszeichnungen erhalten.  Die Besucher bleiben vor den Fotos besinnlich stehen, in beeindruckenden Bildern zeigt der Fotokünstler, wie das Leben einer gut organisierten Stadt je zu Ende kam: Fotos von Schulzimmern, Kindergarten, Eingang & Empfang des Krankenhauses, Wohnhäuser, Spielplätze, ein Waldgelände, durch das ein einsamer Fuchs streift.   Musikalisch wurde die Atmosphäre durch Gwendolyn Grauer virtuos auf ihrem Akkordeon untermalt. Eingeladen wurde mit Tschajkowskijs Herbstlied „Oktober“ aus dem Zyklus „Jahreszeiten“ und begleitet das Gedenken an Tschornobyl.  Mit seinem Märzlied „Lerche“ kommt die Sehnsucht nach Geborgenheit zum Ausdruck. Modest Mussorskijs „Altes Schloss“ vermittelte unheilvolle & düstere Stimmung, als Analogie zum überdimensionalen, bedrohlichen Stahl-Beton Sarkophag des Reaktors.

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Situations- & Ressourcenanalyse – eine sorgfältige gesellschaftspolitische Betrachtung der Situation in Heilbronn

Für das Projekt „Partnerschaft für Demokratie Heilbronn“* hat das Institut für Rechtsextremismusforschung der Uni Tübingen eine ausführliche sozialökonomische, gesellschaftliche und kommunalpolitische Analyse der Situation vorgenommen und Schlüsse für die Projektarbeit gezogen.

Die Ergebnisse finden sich als zusammenfassende Präsentation HIER, der ausführliche wissenschaftliche Bericht (170 S.!) kann auf Wunsch gern zur Verfügung gestellt werden (info@agenda21-hn.de).
„Demokratie lebt von der Beteiligung der Menschen. Folgt man diesem partizipativen, auf Beteiligung und Teilhabe an politischen Prozessen abzielenden, Demokratieverständnis, so sind „Regieren durch Mitwirkung und Regieren durch Diskussion“ die zentralen Elemente zur Analyse und Stärkung der Demokratie (….)
Folglich stellt sich die Frage, wie Demokratie erfahrbar gemacht werden kann – im Kleinen, im Lokalen, im Alltag. Dabei ist besonders zu berücksichtigen, dass Beteiligung an der Demokratie in unterschiedlichen Gruppen der Bevölkerung sehr unterschiedlich gelebt wird – und werden kann(….)
Es ist ein Auseinanderdriften demokratiezufriedener und demokratieskeptischer bis hin zu demokratieablehnenden Lebenswelten zu beobachten. Doch wie kann Demokratie gestärkt werden? Wie kann sie erfahrbar gemacht werden?
Demokratie muss im Alltag erfahrbar sein. Und zwar so, dass die Menschen dabei Selbst- und Handlungswirksamkeit erleben – weil sie gehört werden, weil sie mitgestalten und mitentscheiden, weil sie in ihrer Vielfältigkeit Teil demokratischer Prozesse sein können…

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Die Nutzung von Solarstrom im Mehrfamilienhaus – ein Übersichtsbericht

Der KlimaEnergieDialog Heilbronn widmete sich am 22.Juli in der vhs Heilbronn dem Thema „Solarstrom im Mehrfamilienhaus – Erzeugung und Nutzung“.

Im Stadt- und Landkreis Heilbronn sind in der letzten Zeit viele kleine und große PV-Anlagen auf Dächern, als „Balkonkraftwerke“ und im Freiland entstanden oder in Vorbereitung, um einen Beitrag zur Energiewende, zum Klimaschutz und zur preiswerten Eigenstromversorgung zu leisten. Ein großes Potenzial schlummert aber noch in kombinierten PV-Anwendungen an und auf Mehrfamilienhäusern – auch unter Einbeziehung der Mieterinnen und Mieter.

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Risiken durch Elterntaxi vor den Schulen – Initiative an der Dammschule in Heilbronn will sensibilisieren

Vor der Damm-Grundschule wurde im März mit einem Banner auf regelmäßige Verkehrsrisiken durch Elterntaxi aufmerksam gemacht. Hier finden sie den Artikel der HNSt dazu. Im Rundbrief der Lokalen Agenda Juni 2026 (ab Mitte Juni auch im Download verfügbar) wird das Thema „Schulweg und Schulstraßen“ ausführlicher aufgegriffen.

Ein modulares E-Schwerlastrad für den Weinbau testen

Am 11. Juni um 10:30 kann man ein vollständig neu entwickeltes führerscheinfreies, kostengünstiges Fahrzeug- & Antriebskonzept in den Weinbergen von Heilbronn testen.

Der Ort wird noch präzisiert. Dieses Fahrzeug kann ins EuGCf Projekt „08 Transformation der Weinberge“ einzahlen bzw. darin integriert werden.  Mehr Informationen finden sich hier zum Download. Bei Interesse bitte anmelden unter: peter@titus-heilbronn.de anmelden.

Kritische Sicht auf den beschlossenen Abriss des 125 Jahre alten CVJM-Hauses in Heilbronn-Böckingen und das Fällen von zwei gesunden Linden

In der Sitzung des Gemeinderates am 30.April 2026 wurde (unter TOP 14) fast einstimmig – außer von GRÜNEN, PARTEI und PRO – eine Teilaufhebung der Erhaltungssatzung „Alt-Böckingen“ beschlossen und damit der Weg frei gemacht zum Abriss des CVJM-Hauses aus dem Jahr 1901 und dem Fällen der zwei gesunden 100jährigen Linden!

Was bedeutet das konkret? Wir von der Lokalen Agenda 21 Heilbronn sind der Auffassung, dass das Fachwerkhaus mit seiner Art zu Böckingen gehört und es sicher in das geplante neue Diakoniezentrum integriert werden könnte. Mit den beiden kräftigen Linden davor, ist es ein unbedingt zu erhaltendes Ensemble, die Fenster könnten der Bauzeit entsprechend angepasst werden. Das Ensemble scheint uns auch im Hinblick auf den Klimaschutz notwendig. Das gilt auch für die geplante Kita: Das historische Bild des Fachwerkhaus, die mächtigen Bäume, der kleine Abhang zur Klingenberger Straße passen dazu.

Eine besondere Brisanz bekommt der Vorgang dadurch, dass wieder die Alt-Böckinger Erhaltungssatzung ausgesetzt wird und dass dieser Abriss dem Anliegen der European Green Capital 2027 widerspricht, zu der ausdrücklich die Themen LUFT, KLIMASCHUTZ und KLIMAANPASSUNG gehören: Bäume sind für kühlenden Schatten, Filtern der Luft und deutliche Lärmminderung, insbesondere in stark bebauten Flächen, eminent wichtig. Und diese großen Bäume sind durch keine Neupflanzungen – es würden 50-100 Jungbäume gebraucht – zu ersetzen. Die Pfadfinder, die der Sitzung beiwohnten, waren entsetzt, die Böckinger trauern. Die Heilbronner Stimme berichtete am 5.Mai dazu.

Thomas Bergunde, Sprecher LA21HN

Das Nachhaltigkeits- und Energiekonzept des IPAI – Eine Übersichtsbericht

Der KlimaEnergieDialog Heilbronn war am Donnerstag, dem 7. Mai im IPAI-Besucherzentrum zu Gast und widmete sich dem Nachhaltigkeits- und Energiekonzept des baulichen IPAI-Projektes.

Zu Beginn erläuterte Sandra Bojang (IPAI Management GmbH) anhand des baulichen Modells dessen Nutzungskonzept – „Plattform“ genannt (siehe https://ip.ai/plattform/): Unternehmen oder Institutionen, die KI konsequent in die Anwendung bringen oder weiter ausbauen wollen, werden bei ihrer Transformation durch zahlreiche Aktivitäten in der Community, Dienstleistungen und die Verbindung zu Partnern (beispielsweise Technologie- und Infrastrukturanbieter, Forschungs- und Bildungseinrichtungen) unterstützt.

Nach einer Übersichtsführung durch die Ausstellung zu KI-Anwendungen erläuterte der Stadtplaner und Landschaftsarchitekt Christian Mathieu (Schwarz Immobilien Service GmbH) das Konzept des IPAI-Parks:

  • Den städtebaulichen baulichen Entwurf des kreisrunden Geländes
  • Das Energiekonzept
  • Lösungen zur Biodiversität
  • Das Schwammstadtkonzept

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Das Nachhaltigkeits- und Energiekonzept des IPAI

Im Norden von Heilbronn entsteht derzeit der Innovationspark für Künstliche Intelligenz (IPAI). Die Vision: Eine Innovations- und Kooperationsplattform im Weltklasseformat, die KI als Schlüsseltechnologie ethisch verantwortungsvoll und nachhaltig nutzbar macht – aus Heilbronn für Europa.

Hier kooperieren Unternehmen und Institutionen zum Wohle von Gesellschaft und Wirtschaft und binden die Öffentlichkeit aktiv in diesen Prozess ein. Der KlimaEnergieDialog Heilbronn widmet sich am Donnerstag, dem 7. Mai ab 18 Uhr im IPAI-Besucherzentrum (Im Zukunftspark 11/13) dem Nachhaltigkeits- und Energiekonzept des IPAI. Im Fokus steht die klimagerechte bauliche Entwicklung des Campus (Foto und LInk: siehe https://ip.ai/):

  • Wie sehen eine klimaresiliente Flächenplanung, Quartiersentwicklung und nachhaltige Bauweise aus?
  • Wie wird die Infrastruktur ressourcenschonend und klimaangepasst gestaltet?
  • Wie kann der operative Betrieb des Campus klimapositiv gelingen?
  • Wie lassen sich Zielkonflikte zwischen Flächennutzung, Biodiversität und Infrastruktur lösen?
  • Wie wird Nachhaltigkeit als integraler Bestandteil der Innovationsstrategie verankert?

Sandra Bojang (IPAI Management GmbH) und Christian Mathieu (Schwarz Immobilien Service GmbH & Co. KG) geben detaillierte Einblicke in diese Themen und laden im Anschluss zum ausführlichen Dialog ein. Die Veranstaltung ist kostenfrei. Für Getränke und Snacks ist gesorgt.

Die Hochschule auf dem Weg zur Klimaneutralität – Konzept, Umsetzung, Beispiele und Erfahrungen

Ein Bericht vom KlimaEnergieDialog Heilbronn am 20.04.2026 im TechCampus der Hochschule Heilbronn am Eröffnungstag der EarthWeek

Ausgehend von der raschen, globalen Klimaerhitzung – in Europa doppelt so schnell wie im Weltdurchschnitt – ergeben sich sowohl kritische globale Konsequenzen als auch regionale Herausforderungen. Dem stellen sich viele kleine und große Akteure auch in Heilbronn und Umland stellen. Dies thematisiert der KlimaEnergieDialog Heilbronn im Expertenaustausch. Siehe dazu die kurze Einführung im Namen des Trägerteams.

Die Hochschule Heilbronn (HHN) sieht es als ihre ureigenste Aufgabe an, sich neben Lehre und Forschung auch der gesellschaftlichen Verantwortung für Klimaschutz und Klimaanpassung zu widmen. Unter diesem Leitbild stellte Hochschulkanzler Christoph Schwerdtfeger im KlimaEnergieDialog am 20.04.2026 die relevanten Herausforderungen, Rahmenbedingungen und Projektdaten im Einführungsvortag „Zwischen Idealen und Investitionsrechnung – wie wir Klimaschutz steuern“ vor. Mit 31 Gebäuden von 6 Eigentümern an 4 Standorten bis 2030 (entspr. Klimagesetz BaWü) klimaneutral zu werden – da ist die Messlatte hoch gelegt. Es wird derzeit analysiert, geplant und konkret gehandelt, dass der CO2-Fussabdruck der HHN minimiert werden kann bei effektivem Einsatz des verfügbaren Personal und der Finanzressourcen. Ausgehend von jährlichen 11600 t Treibhausgasemission (lt. Hochschulstatistik) lohnt sich dies bei ca. 300€ gesellschaftlichen Kosten pro Tonne Emission (entsprechend UBA-Empfehlung) sehr wohl. Entsprechend werden die Maßnahmen nach „Wirkung pro Euro“ ausgewählt. Den Vortrag finden Sie HIER zum Download.

Das Zielkonzept und die Umsetzungsmaßnahmen erläuterte Klimaschutzmanager Tobias Held nach dem Handlungs-Leitbild: Vermeiden – Vermindern – Versenken der Treibhausgasemissionen. Wie kann das ehrgeizige Konzeptziel erreicht werden? Dazu wurden drei Szenarien (Nichtstun, Moderat, Konsequent) untersucht. Wenig überraschend ergab die Modellierung, dass nur das Szenario „Konsequent“ die Chance auf eine baldige Klimaneutralität der Hochschule ermöglicht. Die nächsten fünf Jahre sollen die geplanten Maßnahmen vorbereitet und umgesetzt werden, Kompensationen bleiben der Zeit nach 2030 vorbehalten. Tobias Held erläuterte detailreich, welche „low hanging fruits“ jetzt vorbereitete werden: z.B. die Dekarbonisierung der Heizung(en), das Gebäude-Energiemanagement und PV aufs Dach. Auch für jeden Heilbronner Hauseigentümer interessant und praktisch einsetzbar, stellte er die dafür relevante Werkzeuge vor – Solarkataster BW, Starkregen- & Überflutungskarten, Stecker-Solar-Simulator. Den Vortrag finden Sie HIER zum Download.

Die anschließenden Diskussion reichte von Grundsatzthemen zum Vortrag, über konkrete Fragen zu den Heilbronner Gebäuden bis hin zu Erfahrungen in anderen Bundesländern. Sie klang – wie immer – im persönlichen Kontakt bei Butterbrezeln und Saft aus.

Die Heilbronner Stimme berichtete am 23.April auch ausführlich über das Treffen: Hier.